So waschen Sie Ihr Auto richtig

Vor allem im Frühling lässt sich der Schmutz auf Motorhaube und Co. nicht mehr zu leugnen. Die ersten Sonnenstrahlen decken rigoros jede verschmutzte Stelle auf. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, seinem geliebten Auto eine Rundumerneuerung in Form einer ausgiebigen Wäsche zu verpassen. Diese Wäsche empfiehlt sich jedoch nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst. Damit machen Sie Ihr Auto ebenso fit für den Winter.

Autoliebhaber und die Autowäsche von Hand

Meistens bevorzugen es Autolieber und –sammler, ihre geliebten Autos selbst zu waschen. Allerdings verbietet mittlerweile die Gesetzeslage, für die Reinigung Zusätze zu verwenden die der Umwelt schaden könnten. Allerdings greift dieses Gesetz (§ 47 Abs. 1 S.1 WHG) nur, wenn die anfallenden Schmutzabwässer NICHT direkt in die Kanalisation gelangen. Wer also dafür sorgt, dass er seine Autowäsche in der Nähe eines Abflusskanals betreibt, kann ohne Einschränkung Pflege- und Putzmittel verwenden. Wer also dafür sorgt, dass er seine Autowäsche in der Nähe eines Abflusskanals betreibt, kann ohne Einschränkung Pflege- und Putzmittel verwenden.

Alternative: Waschhalle oder Waschanlage

Wer keinen Abwasserkanal in "Waschnähe" hat, sollte entweder einen Ort aufsuchen an dem die Autowäsche von Hand erlaubt ist oder aber in eine Waschhalle oder Waschstraße fahren und das Auto dort maschinell reinigen lassen. In sogenannten Waschhallen fährt der Besucher seinen Wagen auf zwei Fahrschienen und anschließend in eine Radmulde. Anschließend wird die Handbremse angezogen und die Wäsche kann beginnen. Die Waschstraße ist die meist genutzte Methode der Autowäsche. Der Besucher fährt mit seinem Fahrzeug auf ein Förderband und muss bis zum Zeitpunkt der "Entlassung" nichts mehr beachten. Das Auto bleibt im Leerlauf. Vorher wird der Nutzer darauf hingewiesen, dass während des Waschvorgangs alle Fenster geschlossen bleiben und alle Insassen im Auto sitzen bleiben müssen. Wenn vorhanden wird die Antenne abgenommen oder geschützt.


Do’s and Dont’s der Autowäsche

Alle Verschmutzungen, die nach der Fahrt durch die Waschstraße noch vorhanden sind, lassen sich mit kleinen Tricks schnell entfernen. 


So waschen Sie Ihr Auto richtig
  • Die Glasscheiben lassen sich von Innen und Außen mit einfachem Glasreiniger reinigen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn dieser kann die Gummidichtungen angreifen. Noch besser eignet sich hier ein spezieller Reiniger aus dem KFZ-Zubehörhandel und Baumarkt.
  • Pflege der Gummidichtungen: Die Dichtungen schützen Ihr Auto vor Nässe, Wind und Schmutz. Damit dies auch eine lange Zeit gewährleistet ist, ist eine Pflege der Gummidichtungen unabdingbar. Spezielle Pflegemittel sind hierbei am hilfreichsten, diese erhalten Sie im Baumarkt. Achten Sie darauf, dass dieses Mittel nicht auf Wasser basiert, sonst gefrieren diese im Winter und schädigen die Struktur des Gummis. Silikone, Vaseline und Glycerine sind u.a. hier die beste Wahl. 
  •  Verschmutzte Felgen durch Bremsstaub? Als Hausmittel wird hier oftmals Backofenspray empfohlen, jedoch greift dieses die Lackschicht der Felgen an – Korrosion ist die Folge. Daher sollten Sie auch hier lieber zu speziellen Felgenreinigern greifen, die die Oberfläche nicht angreifen und der Felge somit nicht schaden.
  • Polieren – nicht in der Sonne! Denn: In der Sonne trocknet die Politur auf dem heißen Autoblech viel zu schnell. So entstehen unschöne Schlieren. Daher besser das Auto im Schatten polieren.
  • Innenraumreinigung mittels Zauberschwamm: Kennen Sie den Zauberschwamm? Dieses kleine Allround-Helferlein kann Ihnen auch bei der Autoreinigung gute Dienste leisten. Kurz angefeuchtet lassen sich die Armaturen schnell von Schmutz befreien. 
  • Reinigung des Innenraums: Haben Sie Probleme mit Flecken auf den Polstern? Hier kann Ihnen ein simpler Trick helfen: Rasierschaum. Diesen großzügig auf die betroffene Stelle auftragen, einwirken lassen und mit einem fusselfreien Tuch einreiben. Mit Wasser den Schaum zusammen mit dem Dreck abnehmen und trocknen lassen. Ledersitze lassen sich am besten mit einem speziellen Lederfluid reinigen. Sattelseife ist hier ungeeignet, das sich das Leder leicht verziehen kann. Sollten Sie helle Polster haben, empfiehlt sich bei neuen Reinigungsmitteln immer ein Test an einer unauffälligen Stelle. Sollte sich, nach einiger Zeit, das Leder nicht verfärben, so können Sie das Mittel getrost anwenden. Alte Frotteehandtücher und Baumwolltücher eignen sich zum Reinigen besonders gut.
  • Aussaugen des Autos: Sollten Sie den Staubsauger auf einer Tankstelle benutzten, bedenken Sie die Kraft dieses Saugers. Diese Geräte sind für eine Dauerbelastung konzipiert worden und somit weisen sie eine enorme Saugleistung auf und das Plastik des Saugkopfes ist äußerst robust – robuster als Ihre Innenausstattung. Daher vermeiden Sie starkes Drücken und Saugen der Plastikkomponenten, hier besteht die Gefahr des Verkratzens. Wenn es möglich ist, nutzen Sie zu Hause lieber Ihren herkömmlichen Staubsauger mit einer Bürste. Lässt sich die Verwendung eines Tankstellen-Saugers nicht vermeiden, so kann eine alte Socke Abhilfe schaffen: Einfach über die Öffnung des Saugkopfes stülpen, Loch hinein und es kann – ganz ohne Kratzer – losgehen.