Die beliebtesten Autos der 60er Jahre

In den 1960er Jahren schwanden die Petticoats den Miniröcken und die Autofahrer mussten das erste Mal ihren Alkoholkonsum einschränken, um noch als fahrtüchtig zu gelten. Zumindest annähernd, denn die Grenze zur Fahrtüchtigkeit wurde damals bei 1,5 Promille vermutet.

Eine andere Premiere der 1960er Jahre war mit einem Honda S 800 das erste Auto, das von Japan nach Deutschland importiert wurde. Doch die Deutschen waren skeptisch gegenüber diesem leistungsstarken Preiswunder und kauften weiterhin lieber heimische VW Käfer und Opel Kadett. Gerade der VW Käfer setzte seine Erfolgsgeschichte aber nicht nur in Deutschland fort, sondern eroberte auch die U.S.A. Aus den Vereinigten Staaten kam dafür der kompakte NSU TT, welcher dem Chevrolet Corvair entlehnt war.

Die Erfolgsautos von Opel

Die Sportversion des Opel Kadett war gerade bei Jugendlichen sehr beliebt und war mit seinem Doppelvergaser und 60 PS bei 800 Kilogramm Gewicht sozusagen der Golf GTI der 1960er Jahre. Seine schwarzen Rallye-Streifen brachten ihm bei Eltern und Verkehrsschützern den Spitznamen „Schwarzer Sarg“ ein. Ein anderes Erfolgsmodell produzierte Opel mit dem GT. Das Design erinnerte stark an eine Corvette und vor allem junge Erwachsene waren von der schnittigen Form, die den 60 bis 90 PS starken Motor umgab, begeistert.

Eine weitere Erfolgsgeschichte, der 60er, ist die des Porsche 911. Der lief 1963 das erste Mal vom Band und hat bis heute mehrere Nachfolgermodelle. Die Grundform des Sportwagen-Klassikers hat sich aber auch nach 48 Jahren nicht verändert. Der Porsche 356 B Roadster der ganz frühen 60er Jahre war hingegen selbst ein Nachfolger rund wurde auf Basis des „Porsche Nr. 1“ entwickelt.

Die Erfolgsgeschichte des Mini-Cooper und des Fiat 500

Nach kurzer Pause hat es heute der Mini-Cooper wieder in die Produktionshallen geschafft, nachdem er bereits in den 60ern zur Rallye-Legende aufgestiegen war. Neu aufgefahren wurden auch der Fiat 500 und der Alfa Romeo Giulietta. Beide Modelle waren in den 60ern sehr beliebt und werden mittlerweile wieder, unter gleichem Namen und im Design an ihre Ahnen angelehnt, produziert. Ohne Pause schaffte es der Alfa Romeo Spider von 1966 bis 1993 nahezu unverändert für deutsche Straßen produziert zu werden. Damit ist er eins der am längsten nahezu unverändert gebauten Cabriolets.

Auch der Renault R4 wurde seinerzeit in 100 Staaten verkauft und bis 1992 ausgeliefert. Er hat bis heute eine große Fangemeinde und zählt zu den unvergessenen Klassikern. Ebenso wie der Jaguar E-Type, der (ebenso wie der R4) 1961 produziert wurde. Dieser gilt als eins der schönsten je gebauten Autos und hat es als eines der wenigen Modelle in das New Yorker Museum of Modern Arts geschafft.

Die nahezu vergessenen Klassiker von Mercedes

In Vergessenheit geraten ist dagegen der Mercedes W 113, auch bekannt als "Pagode". Der Roadster mit optionalem Hardtop lief von 1963 bis 1971 vom Band. Ein ebensolcher Klassiker aus dem Haus Mercedes ist der „Heckflosser“ W 111, der von 1961 bis ebenfalls 71 durch seine schnörkellose Karosserie begeisterte. Mit dem Mercedes 600 schaffte Mercedes eine Repräsentationslimousine, die bei Popstars ebenso beliebt war wie bei Monarchen und Präsidenten.

1963 präsentierte der vormalige Traktorenhersteller Lamborghini mit dem 350 GT seinen ersten Sportwagen. Dessen 280 PS schafften eine Spitzengeschwindigkeit von 260 km/h - für diese Zeit extrem schnell. Scheinbar auch zu schnell, denn in vier Jahren Produktionszeit fertigte Lamborghini lediglich 120 Exemplare.

1964 nahm eine ganz besondere Filmkarriere seinen Lauf: die des Aston Martin als James Bond-Auto. In diesem Jahr stand mit dem DB 5 in „Goldfinger“ das erste Mal ein Aston Martin dem britischen Geheimagent zur Seite.